Ein Jahr Tempoverstöße, jeder einzelne mit Uhrzeit, Ort und Herkunft. Die Daten erzählen, wann und wo in Köln geblitzt wird, wer ins Netz geht und wie schnell ein neuer Blitzer wirkt: An der B 55a löste er nach drei Monaten nur noch gut ein Viertel so oft aus.
So oft hat es 2025 in Köln im Schnitt geblitzt, Tag und Nacht, das ganze Jahr. Seit Sie diese Seite geöffnet haben, statistisch: 0 Fälle.
Die Stadt Köln veröffentlicht ihre Geschwindigkeitsüberwachung als offene Daten: jede Verwarnung und jedes Bußgeldverfahren eine Zeile. Mit Datum und Uhrzeit, gemessener Geschwindigkeit, vorwerfbarer Überschreitung, Fahrzeugart, Messstelle und dem Kürzel des Zulassungsbezirks. 451.676 Zeilen sind es für 2025. Wir haben sie in eine kleine SQLite-Datenbank geladen, bereinigt und befragt. Es geht um die Verkehrsüberwachung der Stadt; Messungen der Polizei sind nicht enthalten.
Vorweg die wichtigste Regel für alles, was folgt: Ein Blitz zählt nicht die Raser. Er zählt die Raser, die dort vorbeikommen, wo die Stadt gerade misst. Wer das vergisst, liest aus diesen Daten vor allem heraus, wann und wo gemessen wird. Genau damit fängt Akt 1 an.
43 feste Anlagen erzeugen 231.143 Fälle, rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres. Auffällig: Die Wochenenden (untere Reihen) leuchten heller. Samstags und sonntags lösen die Anlagen 45 % öfter aus als montags. Naheliegende Erklärung: weniger Stau, freiere Fahrt.
Der hellste Tag ist der 20. Dezember mit 1.562 Fällen: Zwei Tage zuvor gingen an der A 4, Anschluss Eifeltor, zwei neue Messstellen in Betrieb. Die Dreiecke unter dem Kalender markieren, wann neue Anlagen dazukamen.
Die mobile Messung (vermutlich Radarwagen und Anhänger) kommt auf 203.278 Fälle an 600 verschiedenen Standorten. Ihr Muster ist das Spiegelbild: stark unter der Woche, schwach am Wochenende: sonntags nur gut halb so viel wie mittwochs.
An 18 Tagen gab es gar keine mobile Messung: Neujahr, das erste Januar-Wochenende, das Karnevalswochenende samt Rosenmontag und die komplette Zeit vom 20. bis 31. Dezember.
Unten im Bild der Wochenrhythmus als Index (Ø = 100): feste Anlagen am Wochenende ↑, mobile ↓. Umrandet: Feiertage.
Die Fallzahl pro Tag hängt also mindestens so sehr davon ab, wo und wann gemessen wird, wie davon, wie schnell gefahren wird. Deshalb schauen wir ab jetzt auf die festen Anlagen, wo der Messaufwand konstant ist, und auf Anteile statt Summen.
Von 10 bis 22 Uhr blitzt es fast gleichmäßig viel; der Gipfel liegt um 11 Uhr mit 13.595 Fällen übers Jahr. Nachts um 3 Uhr sind es nur 3.628.
Keine Überraschung: Nachts fährt schlicht weniger Verkehr. Interessanter ist, wie nachts gefahren wird.
Unteres Feld: Anteil der Fälle mit 21 km/h und mehr zu viel. Ab hier gibt es Punkte in Flensburg.
Um 14 Uhr trifft das 1,7 % der Geblitzten, um 3 Uhr nachts 8,0 %: ein fast fünfmal so hoher Anteil. In absoluten Zahlen sind es übers Jahr 292 gegen 207 Fälle, nachts aber bei einem Bruchteil des Verkehrs.
Noch deutlicher bei 31 km/h und mehr, innerorts droht dann ein Regelfahrverbot. Um 14 Uhr sind es 0,12 % der Fälle, um 3 Uhr 2,5 % (nur Tempo ≤ 50 gerechnet: 0,10 % gegen 1,45 %).
Zwei Einzelstunden sind ein Extremvergleich. Über die ganze Nacht (22 bis 6 Uhr) gegen den Tag (10 bis 18 Uhr), je Anlage bereinigt, ist der Anteil ab 21 km/h 2,3-mal und ab 31 km/h 4,1-mal so hoch. Wer nachts geblitzt wird, ist seltener „ein bisschen drüber“ und viel öfter richtig schnell.
Spitzenreiter 2025: die Anlage an der B 55a, Ausfahrt Frankfurter Straße Richtung Olpe mit 25.612 Fällen, knapp vor der Inneren Kanalstraße Richtung Niehler Straße mit 24.963.
Dabei lief keine der beiden das ganze Jahr: Die B 55a blitzt erst seit dem 14. August. Beide liegen auf derselben Achse, Innere Kanalstraße, Zoobrücke, B 55a, beide in Fahrtrichtung Osten. An der Inneren Kanalstraße stehen gleich sechs feste Anlagen.
Teilt man durch die Tage, an denen eine Anlage tatsächlich Fälle erzeugt hat, rücken die Neuen nach vorn: die A 4 am Eifeltor mit bis zu 213 Fällen am Tag, die B 55a mit 187. Vorsicht bei der A 4: Sie lief 2025 nur 9 bzw. 14 Tage. Das sind Anfangswerte, und wie schnell die sinken, zeigt Akt 5.
Die Tempo-30-Anlagen am Kaiser-Wilhelm-Ring kommen „nur“ auf 45 und 29 am Tag, dafür an 364 Tagen im Jahr.
Legt man den Bußgeldkatalog an jeden einzelnen Fall, ergibt sich für alle Messstellen zusammen ein Katalogwert von rund 18 Mio. €. Das ist keine Einnahme: Gebühren, Rotlicht, Einstellungen und Einsprüche fehlen. Im Schnitt sind es 40 € pro Fall, neun von zehn Fällen sind Verwarnungsgelder.
Die Rangfolge hängt an einer Annahme: Als innerorts gilt hier Limit ≤ 50. Dann liegt die Innere Kanalstraße mit ≈ 1,1 Mio. € knapp vorn. Zählt man die B 55a (Tempo 80) ebenfalls als innerorts, käme sie auf ≈ 1,4 Mio. €.
Köln als dunkle Fläche, der Rhein als Lichtband, die Hauptstraßen als feine Lichtlinien. Darauf die 43 festen Anlagen, jede Kreisfläche so groß wie ihre Fälle.
Sie ballen sich im Zentrum: 16 Anlagen stehen höchstens 3 km vom Dom entfernt und erzeugen 57,8 % aller Fälle fester Anlagen. Die größten Kreise: Innere Kanalstraße, Kaiser-Wilhelm-Ring und rechtsrheinisch die B 55a.
Die mobile Messung verteilt sich über die ganze Stadt: Messstellen in 78 von 86 Stadtteilen, die meisten in Neustadt/Süd (26), Dellbrück (23) und Mülheim (20).
574 der 600 Stellen haben einen verlässlichen Punkt; bei 26 reicht die Ortsangabe nur für eine lange Straße. Sie fehlen auf der Karte, zählen aber in Schritt 4 mit.
Ein Durchschnittstag in 30 Sekunden: Jeder Lichtpunkt ist ein Blitz an seinem echten Ort, getaktet nach dem Stundenprofil der Messstelle.
Um 11 Uhr blitzt es rund 90-mal pro Stunde, mehr als die Hälfte davon mobil. Um 3 Uhr nachts sind es nur noch 13, und drei von vier Blitzen (75 %) kommen dann von festen Anlagen.
Vorweg: Die Farbe beschreibt Messstellen, nicht die Menschen im Stadtteil. Oft prägt eine einzige Stelle den Wert.
Gezeigt ist der Anteil der mobilen Fälle mit 21 km/h und mehr zu viel (Punkte in Flensburg), nur wo mindestens 30 solche Fälle an mindestens 3 Messstellen zusammenkommen. Köln-weit sind es 2,8 %.
Wie stark einzelne Stellen wirken, zeigt Merkenich: 85 % der schweren Fälle dort kommen von der Jungbluthstraße, einer Tempo-10-Strecke. 21 km/h zu viel heißt dort 34 km/h gemessen. In Eil stammen 94 % von einer Stelle an der Bensberger Straße.
In ihren ersten zwei Wochen löste die Anlage an der B 55a im Schnitt 443-mal am Tag aus. In den Wochen 12 bis 19 sind es noch 127: gut ein Viertel (−71 %).
Gepunktet zum Vergleich: 27 Anlagen, die das ganze Jahr messen. Sie bleiben im selben Zeitraum fast gleich (−5 %); die Jahreszeit erklärt den Rückgang also nicht. Auch schwere Fälle werden seltener: Der Anteil mit 21 km/h und mehr zu viel sinkt von 13,0 % auf 5,9 %.
Getrennt nach Kennzeichen: Fahrzeuge mit K fallen von 201 auf 44 Fälle am Tag (−78 %), alle anderen von 242 auf 82 (−66 %).
Eine mögliche Deutung: Wer täglich vorbeifährt, merkt sich den Kasten. Genauso denkbar sind Blitzer-Apps oder Ausweichrouten, und ob hinter dem Kasten wieder beschleunigt wird, zeigen die Daten nicht. Das Kennzeichen nennt den Halter, nicht den Fahrer.
Die Innere Kanalstraße (Richtung Niehler Straße, ab Mitte Mai) fällt von rund 200 auf gut 80 Fälle am Tag (−59 %). Der größte Teil kam aber abrupt Mitte August. Das passt eher zu einem äußeren Anlass, etwa Baustelle, Umleitung oder Ferienende, als zu Lernen. Die Ursache ist offen.
Bei den kleineren neuen Anlagen 2025 schwankt es zwischen −22 % und +29 %. Stark bricht es nur an den beiden großen ein. Heißt: An der Messstelle selbst wird nach einem neuen Blitzer oft langsamer gefahren, aber nicht überall gleich stark, und was hinter dem Kasten passiert, bleibt offen.
48,5 % aller Fälle tragen ein K-Kennzeichen. Ein weiteres Fünftel stammt aus den fünf Nachbarn: Rhein-Erft-Kreis (BM), Rheinisch-Bergischer Kreis (GL), Rhein-Sieg-Kreis (SU), Rhein-Kreis Neuss (NE) und Leverkusen.
Insgesamt tauchen 648 verschiedene deutsche Kennzeichen-Kürzel auf.
Mobile Messungen finden zu 84 % bei Tempo 30 statt, meist in Wohnstraßen, verteilt über 600 Stellen im Stadtgebiet. Dort kommen 60,8 % der Geblitzten aus Köln.
An den festen Anlagen kippt das Bild: 37,5 % Kölner, dafür 36,9 % aus dem übrigen Deutschland.
Durchgangsverkehr auf B 55a und A 4 erklärt das allein nicht: Auch ohne diese Anlagen bleibt der Köln-Anteil bei knapp 38 %. Viel erklärt aber, wo gemessen wird: Die festen Anlagen stehen an Hauptachsen mit vielen Einpendlern, mobil wird vor allem in Wohnstraßen gemessen. Dazu eine Hypothese, die zu Akt 5 passt: Einen festen Blitzer kennt, wer von hier ist.
Die häufigsten Kennzeichen nach K: BM, GL und SU. Bemerkenswert weit oben: M, HH, WI und B, Kürzel, unter denen auch viele Firmen-, Miet- und Leasingwagen zugelassen sein dürften. Das Kennzeichen verrät den Halter, nicht, wer am Steuer saß.
Und die B 55a Richtung Olpe? Dort ist nach K das häufigste Kürzel GL, gefolgt von GM: die Pendler ins Bergische.
Der häufigste Wert ist 6 km/h zu viel nach Abzug der Messtoleranz (20,5 % aller Fälle). Darunter gibt es an festen und mobilen Anlagen praktisch keine Fälle; bei Tempo 30 heißt das: erst ab 39 km/h gemessen. Ob das an der Geräteeinstellung oder an einer Verfolgungsgrenze liegt, verraten die Daten nicht. Ein Freibrief ist es nicht: Die Schwelle ist gelebte Praxis, kein Recht.
68 % aller Fälle liegen bei 6 bis 10 km/h zu viel.
96,9 % bleiben bei höchstens 20 km/h, ohne Punkte. 90,2 % liegen sogar bei höchstens 15 km/h und kosten nur ein Verwarnungsgeld; ab 16 km/h ist es bereits ein Bußgeld (60–70 €).
13.615 Fälle (3,1 %) bringen Punkte. Ab 31 km/h zu viel droht innerorts ein Fahrverbot.
Tempo 30 ist dabei der Normalfall: 61,6 % aller Fälle passieren bei Tempolimit 30.
Logarithmische Skala: Jetzt wird das Ende sichtbar. 1.697 Fälle erreichen die Fahrverbots-Grenze (innerorts ab 31, außerorts ab 41 km/h zu viel). Zählt man Tempo 60 bis 80 ebenfalls als innerorts, sind es bis zu 2.307.
Ganz rechts der Sammelbalken „über 70 km/h zu viel“: 15 Fälle. Der Rekord liegt bei +146 km/h, dazu gleich mehr.
Mittwoch, 30. April 2025, 19:20 Uhr, am Vorabend des 1. Mai. Die feste Anlage am Raderthalgürtel, erlaubt sind 50 km/h, misst laut Datensatz bei einem Pkw 203 km/h. Nach Toleranzabzug: 146 km/h zu viel, der Rekord des Jahres. Platz zwei: die B 55a mit 191 km/h bei erlaubten 80, an einem Sonntagmorgen um 6:20 Uhr, drei Tage nach dem Start der Anlage.
Unten jeder Fall ab 31 km/h zu viel, sortiert nach Tempolimit (deshalb mehr Fälle als die 1.697 in Akt 7: außerorts zählt das Fahrverbot erst ab 41). Innerhalb jeder Spalte steht die Uhrzeit: links Mitternacht, rechts 23 Uhr, rot hinterlegt die Nacht. Die Striche markieren das jeweilige Limit. Je weiter ein Punkt darüber liegt, desto absurder die Fahrt.
| Datum | Uhrzeit | Ort | Limit | gemessen | zu viel |
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Alle 655 Messstellen des Jahres zum Durchsuchen, nach Straße, Stadtteil oder Richtung. Klick auf eine Spaltenüberschrift sortiert. Die kleine Grafik rechts zeigt den Tagesverlauf von 0 bis 23 Uhr, rot die Nachtstunden (22–6 Uhr).
| Messstelle | Limit | Fälle | Tage | pro Tag | Ø zu viel | ≥ 21 km/h | Köln-Anteil | max. km/h | 0–23 Uhr |
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Köln rast nicht mehr oder weniger, als die Summe dieser Zeilen behauptet. Die Summe beschreibt vor allem, wo und wann die Stadt misst. Die robusten Befunde stecken in den Verhältnissen:
Nachts ist der Anteil schwerer Verstöße an den festen Anlagen deutlich höher: über die ganze Nacht, je Anlage bereinigt, 2,3-mal so hoch ab 21 km/h und 4,1-mal so hoch ab 31 km/h wie am Tag. Ein neuer Blitzer wirkt: An der B 55a sank die Zahl der Fälle binnen drei Monaten auf gut ein Viertel, während die Anlagen im Bestand stabil blieben, und auch die schweren Fälle wurden seltener. An kleineren neuen Anlagen ist der Effekt schwach oder nicht zu sehen. Und die große Masse ist knapp dran: 97 % der Fälle liegen höchstens 20 km/h drüber, ohne Punkte, meistens in Tempo 30.
Ob Blitzer Unfälle verhindern, können diese Daten nicht zeigen, dafür bräuchte man Unfall- und Verkehrsmengen an denselben Stellen. Und eine Frage bleibt an die Stadt: Mobil wird zu 90 % tagsüber und zu 80 % werktags gemessen. Die schweren Verstöße passieren aber vor allem nachts.
Fallzahlen steigen, wenn mehr gemessen wird. Vergleiche über Zeit und Orte sind nur bei gleichem Messaufwand fair, deshalb die festen Anlagen in Akt 2 und die Anteile in Akt 6.
Die Daten enthalten keine Verkehrsmengen. Ohne sie lässt sich keine „Raserquote“ berechnen, nur, wie sich die Geblitzten zusammensetzen.
Die Daten umfassen die Verkehrsüberwachung der Stadt Köln. Messungen der Polizei, etwa auf Autobahnen, fehlen.
Das Kürzel nennt den Zulassungsbezirk. Firmen-, Miet- und Leasingwagen sind oft zentral zugelassen: „München“ heißt nicht, dass ein Münchner fuhr.
Das Tempolimit steht nicht in den Falldaten. Es wird aus Messwert, Überschreitung und Toleranz zurückgerechnet und stimmt zu mit dem Limit der Standorttabellen überein.
Die Standorttabellen nennen Adressen, keine Koordinaten. der Messstellen liegen nur auf Straßenebene (höchstens ±1 km), fehlen auf der Karte. Details im Appendix unter „Karte & Geocodierung“.
Katalog-Sätze für Pkw, innerorts bei Limit ≤ 50 angenommen. Ohne Gebühren, Punkte-Folgekosten, Einstellungen und Einsprüche.
Presseberichte nannten für 2025 451.735 Fälle und für die B 55a 25.419. Diese Seite zählt 451.676 auswertbare Zeilen und daraus 445.483 Tempofälle, an der B 55a 25.612. Die Pressezahlen ließen sich nicht an der Originalquelle prüfen; Abgrenzung und Datenstand können abweichen.
„Geschwindigkeitsüberwachung Köln ab 2025“, Stadt Köln, Offene Daten Köln, Lizenz Datenlizenz Deutschland – Zero – 2.0.
Datei Geschwindigkeitsueberwachung_Koeln_Gesamt_2025.csv (21,6 MB, Latin-1, Semikolon) plus die Standorttabellen
sloc-01, sloc-02, sloc-04 und sloc-11.
Spalten: Jahr, Monat, Vorfallsdatum, Vorfallsuhrzeit, Kennzeichen-Kürzel, Geschwindigkeit, Überschreitung, Fahrzeugart, Dienststelle, Standort. 98,5 % der Fälle haben Fahrzeugart 04a (Pkw).
Die Datei ist ein aneinandergehängter SQL-Export mit Kopfzeile, Trennlinie und „(N Zeile(n) betroffen)“ je Monat. Diese 59 Zeilen (Kopf-, Trenn- und Leerzeilen sowie 12 Zählzeilen) werden übersprungen; die Zeilenzahlen je Monat dienen als Kontrollsumme, und sie stimmen für alle zwölf Monate.
Die „Überschreitung“ ist bereits der vorwerfbare Wert nach Toleranzabzug. Daraus lässt sich das Limit zurückrechnen:
Für feste und mobile Anlagen ergibt das bis auf zwei Einzelfälle ausschließlich die Werte 10, 20, 30, 50, 60 und 80 km/h, ein starker Hinweis, dass die Rechnung stimmt. Gegenprobe mit der Spalte „Limit Pkw“ der Standorttabellen: Eine Ortstafel kennen die Daten nicht; für Bußgeld und Fahrverbot gilt Limit ≤ 50 km/h als innerorts. Die B 55a lief in ihren ersten sechs Tagen noch mit Tempo 60 ( Fälle).
Die Dienststellen-Codes sind in den Daten nicht erklärt. Die Zuordnung folgt dem Verhalten der Daten:
Die Tabelle sloc-11 (A 1, Rheinbrücke Leverkusen) hat 2025 keine Fälle.
Datenschutz: Die Seite zeigt nur abgeleitete Kennzahlen. Bei Messstellen mit weniger als 5 Fällen blendet der Atlas Köln-Anteil, Höchstwert und Tagesprofil aus, weil sie sonst Einzelfälle erkennbar machen würden.
Woche 0 beginnt am ersten Tag mit regulärem Betrieb (B 55a: 14.08.2025; Innere Kanalstraße: 15.05.2025, drei Testfälle im März ignoriert). Je Woche: Fälle ÷ Tage mit Fällen, damit Ausfälle (B 55a, Woche 2, 28.08. bis 03.09., nur 4 Betriebstage) die Kurve nicht verzerren. Index: Durchschnitt der Wochen 0 und 1 = 100, verglichen mit dem Plateau in den Wochen 12 bis 19; einzelne Extremwochen tragen den Befund nicht.
Kontrollreihe: feste Anlagen, die das ganze Jahr Fälle liefern (erste Fälle bis 10.01., letzte ab 20.12.), je Anlagen-Betriebstag. Die Gegenrichtung der B 55a (Richtung Zoobrücke) löst seit August ebenfalls seltener aus, pro Tag; ob das ein Ausstrahleffekt entlang der Strecke ist, bleibt offen. Verkehrsmengen, Wetter und Umleitungen sind nicht herausgerechnet.
Alle 2025 neu gestarteten festen Anlagen, Fälle je Betriebstag in Woche 0–1 gegen Woche 12–19:
| Anlage | Start | Woche 0–1 | Woche 12–19 | Veränderung |
|---|
Kürzel werden mit der Liste der Unterscheidungszeichen aus dem npm-Paket german-license-plate-prefixes (CC BY 3.0) aufgelöst.
Umland = die fünf Nachbarn BM, GL, SU, NE, LEV. Kürzel ohne Treffer (Sonder-, Behörden-, Auslands- oder unvollständige Kennzeichen)
landen in „ohne/sonstige“. Die Spalte enthält vereinzelt Fragmente ausländischer Wunschkennzeichen, diese Seite zeigt nur Bezirks-Kürzel.
Bußgeldkatalog für Pkw (BKatV, Stand seit 09.11.2021, 2025 unverändert): innerorts 30 € (bis 10 km/h) bis 800 € (über 70 km/h), außerorts 20 € bis 700 €. Jeder Fall wird mit dem Satz seiner Stufe bewertet und summiert.
Das ist eine grobe Schätzung des Katalogwerts, keine Einnahme: Gebühren und Auslagen fehlen; Einstellungen, Einsprüche, höhere Lkw-Sätze (rund 1,5 % der Fälle) und die Wiederholungsregel sind nicht berücksichtigt.
Die Standorttabellen nennen keine Koordinaten, nur Ort, Lage und Fahrtrichtung, etwa „Escher Straße ggü. Haus-Nr. 146“ oder „Innere Kanalstr. zw. Lat. 177-176“. Die Angaben wurden bereinigt (Laternen- statt Hausnummern, Abkürzungen wie „Ber.Gl.Str.“, Tippfehler der Quelle) und mit Geoapify geocodiert. Ein Treffer zählt nur, wenn Straße und Stadtteil zur Anfrage passen.
Danach ein unabhängiger Abgleich mit OpenStreetMap: Aus OSM-Adresspunkten, Kreuzungen und Straßen entsteht für jede Messstelle ein zweiter Punkt. Lag der Geocoder im falschen Stadtteil, mehr als 150 m neben der OSM-Adresse oder nur auf Straßenebene, gilt der OSM-Punkt ( mobile Messstellen). Alle festen Anlagen und Kreuzungsanlagen () wurden einzeln geprüft, unter anderem mit der Pressemitteilung der Stadt zur B 55a und öffentlichen Standortlisten.
Genauigkeit der Messstellen:
Weggelassen wurden Stellen, deren Angabe nur eine lange Straße nennt: . Sie fehlen auf der Karte, zählen in den Stadtteilwerten aber mit, denn den Stadtteil nennt die Standorttabelle selbst (einzige Ausnahme „Feldkassel“, ein Ortsteil von Merkenich: Zuordnung über die Koordinate).
Stadtteile: 86 Flächen aus OpenStreetMap. Der Anteil ≥ 21 km/h wird nur ab ausgewiesen, in drei Klassen und ohne Rangliste: Bei wenigen Messstellen prägt oft eine einzige den Wert.
Kartengeometrie vereinfacht (Douglas-Peucker, 12–16 m), äquidistante Projektion; Koordinaten und Prüfliste liegen unter
koeln-raser/data/geo/ (manual_coords.csv, messstellen_review.csv).
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) · Geocodierung: Geoapify.
Alles liegt im Repository unter koeln-raser/:
Die SQLite-Datenbank raser_2025.sqlite hat die Tabellen verstoss, standort und
monat_kontrolle. Eigene Abfragen sind ausdrücklich erwünscht.