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Indikations-Rechner · Controlling & Finance · Pre-Conference Daten-WG 2026

Visual-Standards-Rechner: Paid, Flexibel oder MacGyver?

Was kostet die Umsetzung visueller Standards in Power BI mit 3rd-Party-Visuals, Open Source, Deneb oder Core Visuals? Leitgedanke: Standard zuerst, nur so individuell wie nötig. Der Rechner prüft deshalb zuerst, ob es einen fachlichen Grund gibt, von den Core Visuals abzuweichen, und vergleicht dann in drei Ebenen: Überblick mit drei Eingaben, Eingrenzen über Anforderungen und Red Flags, Details mit allen Annahmen und Quellen. Er liefert eine Indikation mit Bandbreiten, keine Preisauskunft: Alle Annahmen sind editierbar und mit ihrer Quellenlage markiert. Wer zum ersten Mal hier ist, beantwortet sieben kurze Fragen im geführten Einstieg — er setzt nur Felder, die danach in Ebene 2 und 3 alle wiederzufinden sind.
Einstieg

Sieben kurze Fragen zu eurer ersten Indikation

Jede Antwort setzt nur Felder, die ihr danach in Ebene 2 und 3 alle wiederfindet und einzeln ändern könnt. Hier wird nichts zusätzlich gerechnet, und nichts ist endgültig: Das Ergebnis unten rechnet bei jeder Antwort mit. Wer den Rechner kennt, springt mit „Direkt zum Rechner“ vorbei.

Schritt 1 von 7
–
Ebene 1

Was kostet ein Standard bei euch, je Viewer und Jahr?

Drei Eingaben, alles andere steht auf Standardwerten: fünf Jahre Horizont, Volumenstaffel (Mengenrabatt — je mehr Lizenzen, desto günstiger die einzelne) und ein mittlerer Chart-Mix. Im Balken je Ansatz steht das Band für die Spanne P10 bis P90, der Strich darin für P50 — die mittlere Zahl: in der Hälfte der Simulationsläufe liegen die Kosten darunter. Genauer wird es auf Ebene 2 und 3.

Presets:
Personen, die Reports mit den Standard-Visuals bauen.
Bei Paid Visuals braucht nur der Teil der Viewer eine Lizenz, der Reports der Klassen B oder C öffnet (Voreinstellung 85 %, Regler in Ebene 3; mit IBCS-Pflicht alle).
Betriebsmodell
Lizenz-Anker für Paid
Je lizenziertem Nutzer und Jahr vor Volumenstaffel (Lizenzbasis: alle Ersteller plus der Viewer-Anteil mit Zugriff auf Standard-Reports). Dreht die Rangfolge stärker als jede andere Annahme; der Satz rechts zeigt alle drei.
–

Wer zuerst wissen will, woran diese Zahl hängt: (Ebene 2, der Klick wechselt sie).

Ebene 2

Woran die Kosten hängen

Die Landkarte des Modells: welche Größen es gibt, woher sie kommen und wohin sie laufen — und jedes Element ist anklickbar, um es hier direkt zu ändern. Erst die Übersicht, danach die Eingabe-Abschnitte im Einzelnen.

Wirkungsgraph Banddicke = Anteil am P50

Kurz: Eingaben → Annahmen-Gruppen → Kostenposten — links, was ihr einstellt, in der Mitte die Annahmen mit ihrer Herkunft (Farbe wie in der Sicherheits-Leiste), rechts die Kostenposten des gewählten Ansatzes. Ein Klick auf ein Element hebt seine Wege hervor, erklärt es darunter und öffnet ein Feld zum Ändern.

belegt = Preisliste oder SnippetFaustregel = Literatur ohne MessungMeinung = Panel oder Autoren-Schätzung
Ausführlich: wie die Bänder, Linien und Farben zu lesen sind

Links eure Eingaben, in der Mitte die Annahmen-Gruppen mit ihrer Herkunft (Farbe wie in der Sicherheits-Leiste), rechts die Kostenposten des gewählten Ansatzes. Dicke Bänder tragen Beträge und summieren sich zum P50; dünne Linien zeigen nur, welche Eingabe welche Gruppe füllt; gestrichelte Linien skalieren, ohne einen eigenen Betrag zu tragen. Beträge und Anteile per Maus auf dem Element.

Die Reiter über dem Graphen schalten den Ansatz um (Paid, Open Source, Deneb, Core + SVG); der Graph zeigt immer die P50-Kosten des gewählten Ansatzes. Grün = belegt (Preisliste oder Snippet), grau = Faustregel, blau = Meinung — dieselbe Einteilung wie in der Sicherheits-Leiste im Ergebnis.

Entscheidungsbaum, allgemeinohne Szenariobezug · druckbar

Entscheidungsbaum, allgemein ohne Szenariobezug · druckbar

Dieselbe Logik ohne eure Zahlen: die Reihenfolge der Fragen, und an jeder Kante, welcher Ansatz rausfällt oder vorn liegt. Der Kipp-Punkt-Bereich 1 : 12 bis 1 : 26 gilt für Standardannahmen, Mischpreis 80 €, ohne Vorlagenbibliothek, mit den Standard-Report-Klassen und mit der Standard-Lizenzbasis (alle Ersteller plus 85 % der Viewer) — gemessen über die fünf Presets, Stand v0.19. Euer Szenario rechnet den genauen Wert oben aus.

1 · RahmenbedingungenTenant, Lizenzweg, Report ServerbelegtNur zertifizierte Visuals → Open Source raus, außer über den Organizational StoreNur Core Visuals → Paid, Open Source, Deneb raus · Report Server → Paid raus2 · Must je Chart-TypWas muss der Ansatz können?MeinungIBCS-Zertifikat als Must → nur Paid bleibt · Copilot im Visual als Must → nur Core bleibtWasserfall mit Szenario-Notation → Core nur per Workaround (Overlapping Bars, SVG)3 · Ersteller : ViewerLizenz je Viewer, Stunden je Chartbelegtunter etwa 1 : 12 → Paid vorn, die Lizenz ist billiger als die Mehrstundenüber etwa 1 : 26 → Open Source vorn, bei sehr vielen Viewern auch Deneb vor Paid4 · Lizenz-Anker33 € · 80 € · 170 € je Nutzer/Jahrbelegt33 € → Paid hält auch bei vielen Viewern170 € → der Kipp-Punkt rutscht auf 1 : 5 bis 1 : 9, Paid verliert früher5 · VorlagenbibliothekTemplates für Deneb und Core?Meinungvorhanden → Deneb und Core 30 bis 40 % weniger Stunden je Chartnicht vorhanden → Deneb und Core zahlen den Erstbau selbst6 · BetriebsmodellWer baut, wer nutzt?MeinungEnterprise BI → wenige Vorlagen-Bauer, wenig VarianzSelf-Service → mehr Varianten, Wartung, Governance; trifft Deneb und Core am stärksten7 · ErgebnisRangfolge unter UnsicherheitÜberlappende P10–P90-Bänder sind nicht unterscheidbar: dann entscheiden AnforderungenCore + SVG ist in keinem geprüften Szenario das günstigste
Ebene 2

Mengengerüst

Wer baut, wer liest, wie viel wird gebaut? Paid Visuals skalieren mit den lizenzpflichtigen Viewern (seit v0.18 nicht mehr mit allen, sondern mit dem Anteil, der Standard-Reports öffnet), alle anderen Ansätze mit Chart-Typen und Erstellern. Dieses Verhältnis entscheidet mehr als jeder Listenpreis.

Personen, die Reports mit den Standard-Visuals bauen und warten.
Microsoft-Szenario: rund 9 Viewer je Ersteller. Bei Paid Visuals braucht nicht jeder Viewer eine Lizenz, sondern nur der Anteil mit Zugriff auf Standard-Reports (Annahme „Anteil der Viewer mit Zugriff auf Standard-Reports“, Voreinstellung 85 %); Governance, Anwender-Support und Leserzeit laufen über alle Viewer.
0 = kein Deckel. Das Viewer-Wachstum (Schritt 4) wird je Jahr auf diesen Wert gekappt: Viewer können nicht über die Belegschaft hinaus wachsen. Vorschlag: Belegschaft, ersatzweise das Dreifache der heutigen Viewer. Wirkt auf Lizenz, Support, Governance und Nachfrage.
Reports, die nach dem Standard gebaut werden (Übersicht, Analyse, Detail).
Ergibt sich aus den Report-Klassen: Anteil je Klasse × Charts je Report dieser Klasse. Änderbar sind die Klassen weiter unten.
Abweichungsdiagramm, Wasserfall, Tabelle mit Δ-Spalten, KPI-Karte, Zeitreihe AC/PY/PL/FC.
Chart-Mix nach Komplexität (%) berechnet100 %
Ergibt sich aus den Report-Klassen (Chart-Mix je Klasse in Ebene 3, gewichtet mit Anteil × Charts je Report). Einfach: Balken und Säulen mit Abweichung, Linien, KPI-Karten. Mittel: Tabellen mit integrierten Charts, Kleine Multiples, Szenario-Notation AC/PY/PL/FC. Komplex: Wasserfall mit Abweichungen, kombinierte Charts, Kommentierung, Drilldown. Die Panel-Stunden gelten für die Mischung 50 / 35 / 15; andere Mischungen skalieren die Stunden je Ansatz mit den Komplexitätsfaktoren aus Schritt 4.
Betrachtungshorizont
Forrester rechnet 3 Jahre, Gartner-TCO 5. Zehn Jahre zeigen, wie Lizenz und Wartung den Invest überholen.
Report-Klassen: Wer braucht überhaupt eine IBCS-Grafik?100 %
KlasseAnteil %Charts/Report
A · Operativ, ohne IBCS-BedarfListen, Tabellen, Statusübersichten, einfache Balken — in jedem Ansatz mit Core Visuals gebaut
B · IBCS-StandardAbweichungsdiagramme, Zeitreihen mit Szenario-Notation AC/PY/PL/FC, Tabellen mit integrierten Charts
C · IBCS anspruchsvollWasserfall mit Abweichungen, Kleine Multiples, Kommentierung, Drilldown
Betriebsmodell
Self-Service-Anteil der Ersteller (Hybrid)
Wer darf Standard-Reports bauen? Das Betriebsmodell verschiebt oft mehr Kosten als die Werkzeugwahl: Es bestimmt, wie viele Ersteller tief geschult werden, wie viele Chart-Varianten entstehen und wie viel Governance nötig ist.
Bleibt der heutige Ansatz, kostet der Wechsel 0 €. Jeder andere Ansatz trägt den Nachbau des Bestands.
Reports auf dem heutigen Ansatz, die beim Wechsel neu gebaut werden.

Vier Feineinstellungen sind nach Ebene 3 gewandert: Semantikmodelle, Adoptionsgrad (Standardtreue), Unsicherheit im Mengengerüst und der Stunden-Anker. Sie sind nicht weg, nur eine Ebene tiefer — ihre Voreinstellungen rechnen unverändert mit.

Ein Custom Visual wird einmal im Tenant registriert. Eine DAX-UDF liegt dagegen in functions.tmdl im Definitionsordner jedes Semantikmodells und muss dort einzeln ausgerollt und gepflegt werden: zwanzig Modelle heißen zwanzig Bibliotheken. Faktor auf Setup und Erstbau.
Adoptionsgrad (Standardtreue)
Anteil der neu gebauten Charts, der tatsächlich nach dem Standard entsteht. Der Rest wird ad hoc gebaut und mit den Sätzen der Null-Option abgerechnet (Stunden je Chart, Wartungsquote, Rückfragen). Voreinstellung 100 %; die Vorschlagswerte (85 / 80 / 70 / 65 %) sind eine Autoren-Schätzung ohne Quelle. Achtung auf die Richtung: im Modell verteuert ein niedriger Adoptionsgrad vor allem Paid und Open Source — deren Standard-Stunden liegen unter dem Ad-hoc-Satz, jede Umgehung kostet dort mehr. Bei Core + SVG liegt der Ad-hoc-Satz unter dem Standard-Satz, das Umgehen ist im Modell also fast umsonst. Der Grund ist derselbe wie bei der Null-Option: der Wertverlust uneinheitlicher Charts ist nicht bepreist. Je Ansatz in Ebene 3 änderbar.
Unsicherheit im Mengengerüst
Zieht Ersteller, Viewer, Reports, Charts je Report und Chart-Typen je Szenario per PERT um eure Eingaben — gepaart, also in jedem Szenario für alle vier Ansätze dieselbe Menge. Das P10–P90-Band wird breiter, die Rangfolge bleibt stabil. Erwartungswert, Null-Option und alle Charts, die damit rechnen, bleiben auf euren Eingaben. Die Größenordnung ist die eigentliche Aussage: ± 20 % auf das Mengengerüst verbreitern das Band nur um rund 1 bis 2 %. Die Unsicherheit dieses Rechners steckt fast vollständig in den Annahmen, nicht in eurem Mengengerüst — wer genauer werden will, misst Stunden, nicht Reports.
Stunden-Anker:
Ebene 2

Anbieter-Angebote

Der Rechner arbeitet sonst mit Lizenz-Ankern aus Suchsnippets. Wer ein echtes Angebot hat, hat die härteste Evidenz im ganzen Modell — und soll damit rechnen. Ein aktives Angebot ersetzt für „3rd-Party paid“ den Anker: Preis, Mindestlaufzeit, Preisgleitklausel und Support kommen dann aus dem Angebot, die Volumenstaffel bleibt aus.

Angebote erfassen bis zu drei · genau eines kann aktiv sein

Ein Angebot ist ein Geschäftsdatum: Anbieter, Preis, Laufzeit und Notiz stehen im Klartext im Share-Link und im Excel-Export — wer den Link bekommt, liest eure Konditionen mit. Ohne aktives Angebot bleibt alles wie bisher, die drei Lizenz-Anker in Ebene 1 gelten weiter.

Ebene 2

Anforderungen bewerten

– Priorisiert nach MoSCoW — Must (ohne geht es nicht), Should (wichtig), Could (schön), Won’t (diesmal nicht). Die Kästchen zeigen auf einer 5er-Skala, wie gut jeder Ansatz die Anforderung erfüllt. Must + 1 = K.O. (K.O. = der Ansatz ist ausgeschlossen, bleibt im Ergebnis aber mit Kosten sichtbar, damit der Preis der Vorgabe erkennbar ist), Must + 2 = nur per Workaround. Should und Could fließen in den Anforderungs-Score ein. Klick auf ein Kästchen überschreibt die Bewertung mit eurer eigenen Einschätzung.

Anforderungen und Erfüllungsgrad

1 = nicht möglich · 2 = nur Workaround · 3 = eingeschränkt · 4 = gut · 5 = sehr gutVoreinstellung: Daten-WG-Einschätzung, Stand 09/2026. Eigene Bewertungen sind gepunktet umrandet und im Share-Link enthalten.
Ebene 2

Red Flags und Governance-Schalter

Harte Rahmenbedingungen aus Tenant, IT-Security oder Einkauf. Sie wirken als K.O.-Filter, bevor gerechnet wird. Ausgeschlossene Optionen bleiben im Ergebnis sichtbar, unter dem Strich und mit Begründung.

Verteilweg des Visuals
Annahmen mit Bandbreiten und Quellen-Badge
Ebene 3

Annahmen mit Bandbreiten

Jede Annahme als Dreipunkt-Schätzung (min · wahrscheinlich · max). Das Ergebnis wird daraus per PERT-Verteilung und 1.500 Simulationsläufen als P10 / P50 / P90 berechnet. Die Felder sind vorbelegt und müssen nicht angefasst werden. Wenn ihr nur zwei Zahlen ändert, dann den Stundensatz intern und die Stunden je Chart-Typ. Quellenlage aller Annahmen:

Globale Annahmen

Gelten für alle vier Ansätze.

Annahmen je Ansatz

Lizenz-Indikation:

Report-Klassen: Chart-Mix je Klasse je Zeile auf 100 % normiert

Wie viele Reports zu welcher Klasse gehören und wie viele Charts sie haben, steht in Ebene 2 im Mengengerüst. Hier steht, wie komplex die Charts innerhalb einer Klasse sind. Daraus errechnet der Rechner den globalen Chart-Mix und die Charts je Report. Einfach: Balken und Säulen mit Abweichung, Linien, KPI-Karten. Mittel: Tabellen mit integrierten Charts, Kleine Multiples, Szenario-Notation. Komplex: Wasserfall mit Abweichungen, kombinierte Charts, Kommentierung, Drilldown. Die Panel-Stunden gelten für die Mischung 50 / 35 / 15.

Klasseeinfach %mittel %komplex %
A · Operativ, ohne IBCS-BedarfListen, Tabellen, Statusübersichten, einfache Balken — in jedem Ansatz mit Core Visuals gebaut
B · IBCS-StandardAbweichungsdiagramme, Zeitreihen mit Szenario-Notation AC/PY/PL/FC, Tabellen mit integrierten Charts
C · IBCS anspruchsvollWasserfall mit Abweichungen, Kleine Multiples, Kommentierung, Drilldown
Vverifiziert (Microsoft Learn, GitHub, Hersteller) SSuch-Snippet der Primärquelle, nicht direkt geprüft FFaustregel aus Blogs / Beraterpraxis EAutoren-Schätzung Daten-WG, keine Quelle PExpertenpanel: 20 per Sprachmodell simulierte Rollenprofile, keine Erhebung Neigene Annahme (von euch geändert, Ursprung im Tooltip) AAnbieter-Angebot (Ebene 2), härteste Evidenz im Modell
Ebene 2

Ergebnis und Einschätzung

Gesamtkosten über den Horizont, Kosten je Viewer und Jahr, Invest gegen laufende Kosten. Die Rangfolge ist eine Indikation unter Unsicherheit der Eingaben, keine Preisauskunft. Die Karten nennen neben P50 auch den Barwert — spätere Zahlungen mit dem Kalkulationszins abgezinst; bei drei Jahren macht das kaum einen Unterschied, bei zehn schon. Die Lesehilfe darunter sagt in vier Schritten, was wo steht.

Lesehilfe: vier Blöcke, in dieser Reihenfolge Klick springt hin

Wer das Ergebnis zum ersten Mal sieht, liest es am besten von oben nach unten in dieser Reihenfolge. Ein Klick auf eine Zeile springt zum Block und hebt ihn kurz hervor.

Begriffe kurz erklärt
P10 / P50 / P90
In 10 %, 50 % bzw. 90 % der 1.500 Simulationsläufe lagen die Kosten unter diesem Wert. P50 ist die „mittlere“ Zahl, P10 bis P90 die Spanne, mit der ihr rechnen solltet.
PERT
Dreipunkt-Schätzung (min, wahrscheinlich, max), aus der eine Wahrscheinlichkeitsverteilung gebildet wird. Der Erwartungswert ist (min + 4·wahrscheinlich + max) / 6.
MoSCoW
Must (ohne geht es nicht), Should (wichtig), Could (schön), Won't (diesmal nicht). Must mit Erfüllungsgrad 1 ist ein K.O.
K.O.
Der Ansatz ist ausgeschlossen, bleibt aber mit Kosten sichtbar, damit der Preis der Rahmenbedingung erkennbar ist.
Barwert
Spätere Zahlungen mit dem Kalkulationszins abgezinst. Bei 10 Jahren macht das einen Unterschied, bei 3 kaum.
Volumenstaffel
Mengenrabatt auf die Lizenz: je mehr Nutzer, desto günstiger der einzelne Platz. Ein verhandeltes Anbieter-Angebot rechnet ohne Staffel, weil der Rabatt dort schon drinsteckt.
Red Flag
Eine harte Rahmenbedingung aus Tenant, IT-Security oder Einkauf, die einen Ansatz ausschließt, bevor gerechnet wird.
Lizenz-Anker
Der angenommene Listenpreis je lizenziertem Nutzer und Jahr, solange kein echtes Angebot vorliegt. Lizenzbasis sind alle Ersteller plus der Anteil der Viewer mit Zugriff auf Standard-Reports, nicht alle Viewer. Er dreht die Rangfolge stärker als jede andere Annahme.
–
Diese Bandbreiten entstehen aus den gewählten Modellannahmen. Sie sind keine empirisch abgesicherte Prognose tatsächlicher Projektkosten. Die Rangfolge gilt nur für den beschriebenen Leistungsumfang (Standard-Charts, kein Datenmodell, keine Datenaufbereitung), die betrachteten Produktfamilien und die angezeigten Rahmenbedingungen. Wer die Annahmen ändert, sieht am Badge weiterhin die ursprüngliche Quellenlage.
Rangfolge: Kosten ⟷ Anforderungserfüllung
100 % = reine Kostenrangfolge. Nach links verschieben, um weiche Nutzen (Should/Could-Erfüllung) mitzugewichten. Nutzwertanalyse-Warnung: Gewichte sind subjektiv, deshalb sichtbar und verschiebbar.
Perspektive der Charts und Kennzahlen
„je Nutzer und Jahr“ teilt alle Beträge durch die gewählte Nutzerbasis und den Horizont. Der Break-even zeigt dann, wie stark Aufbaukosten sich mit der Viewer-Zahl verteilen.
Entscheidungsgröße
Rangfolge, Headline, Kennzahlen und Überblicks-Satz nutzen dieses Quantil. Rangfolge nach P90 = konservativ: der Ansatz mit der breiteren Verteilung verliert seinen Vorsprung. Gemessen dreht die Reihenfolge nur im Konzern-Preset (Stand v0.19: nach P50 und P75 liegt Deneb vorn, nach P90 Paid — die breitere Verteilung von Deneb kostet dort den Vorsprung); in den übrigen vier Presets ändert sich nur der Abstand.
Annahmen zwischen Ansätzen gepaart ziehen
Gepaart: eine optimistische Stundenannahme gilt je Szenario für alle vier Ansätze zugleich, Differenzen sind paarweise vergleichbar. Unabhängig: jeder Ansatz zieht eigene Zufallswerte, dann stammt ein Teil der Unterschiede aus dem Sampling.
Charts und KostentabelleKostenstruktur · Break-even über Viewer · Sensitivität · kumuliert · Tabelle

Kostenstruktur je Ansatz

Balken = Kategorien (Erwartungswerte), Beschriftung = P50, Strich darunter = P10–P90. Aufbau, Migration und Schulung sind Invest, Lizenz, Wartung und Governance laufen jedes Jahr.

Break-even über die Viewer-Zahl

Referenzrechnung mit mittleren Annahmen in Abhängigkeit von der Viewer-Zahl. Paid steigt mit jeder Lizenz, die anderen mit Support, Nachfrage und Governance-Stufen. Punkte markieren, ab wie vielen Viewern ein Ansatz günstiger als Paid wird.

Was treibt das Ergebnis?

Sensitivität: jede Annahme auf ihr Minimum bzw. Maximum gesetzt, alle anderen auf dem Erwartungswert.

Kumulierte Kosten über die Jahre

Jahr 0 = Invest (Aufbau, Schulung, Rollout). Danach Lizenz, Wartung, Support und anteiliges Risiko.

Kostentabelle P50 · in €

Einschätzung je AnsatzVorteile, Nachteile, versteckte Kosten, Fabric-Ausblick
Einschätzung

Vorteile, Nachteile und versteckte Kosten

Textbausteine je Ansatz, ergänzt um eure Eingaben. Die versteckten Kosten sind die Posten, die in Lizenzvergleichen meist fehlen.

Ausblick am Rand: Fabric Apps

Seit Mai 2026 in Public Preview (Rayfin SDK und CLI seit Juni 2026): Datenmodelle in TypeScript erzeugen automatisch eine eigene SQL-Datenbank in Fabric plus GraphQL-API, darauf laufen React-Apps mit Copilot-Unterstützung beim Bauen. Es ist kein Reporting-Layer auf dem bestehenden Semantikmodell. Voraussetzung ist eine Fabric-Capacity, abgerechnet wird über Capacity Units. Microsoft positioniert Fabric Apps als Ergänzung zu Reports, nicht als Ersatz. Für visuelle Standards heißt das: ein fünfter Weg mit Entwicklungs- statt Lizenzkosten, der in diesem Rechner noch nicht modelliert ist. Quelle: Microsoft Learn, Fabric Apps overview.

Ebene 2

Was dieser Rechner nicht kann

Damit die Zahlen oben richtig gelesen werden: woher die Annahmen kommen, welche Wirkketten das Modell nicht kennt und in welche Richtung es sich irrt.

Was diese Zahlen sind

Indikationen unter Unsicherheit. Kein Angebot, kein Business Case, keine Preisauskunft. Einzige Ausnahme: Zahlen aus einem Anbieter-Angebot, das ihr selbst in Ebene 2 eingetragen habt — die sind so belastbar wie euer Angebot.

Woher die Annahmen kommen

…

Die Annahmen, an denen die Rangfolge hängt — Stunden je Chart, je Ansatz — gehören zu den unbelegten. Wir haben dafür keine belastbare Literatur gefunden; die Werte stammen aus einem simulierten Expertenpanel und aus eigener Erfahrung. Die Sicherheits-Leiste zeigt je Ansatz, wie viel der Kosten daran hängt.

Offenlegung

ChartKitchen byDatenWG (das Beispiel für „Open Source / Eigenentwicklung“) und die Deneb-Vorlagen sind Projekte der Veranstalter. Wir vergleichen hier also auch unsere eigene Arbeit mit gekauften Produkten.

Sechs bekannte Lücken aus unabhängiger Prüfung

Eine unabhängige Gegenlesung des Modells (09/2026) hat sieben Wirkketten gefunden, die das Ergebnis spürbar verschieben und die der Rechner nicht oder falsch kennt. Eine davon ist behoben: Die Lizenzmenge kennt seit v0.18 die Report-Klassen. Sechs sind offen.

LückeGrößenordnungWirkt zugunsten von
Menge und Anspruch der Reports sind preisunelastisch — teure Ansätze bauen real weniger und einfacher10–40 % der Menge3rd-Party paid
Der Rollout hat kein Tempolimit: der Rechner warnt vor fehlender Kapazität, bepreist sie aber nichtverschiebt die Amortisation um JahreDeneb, Core
Kein Schlüsselpersonen-Risiko: Fluktuation ist linear und für alle Ansätze gleich5–15 % in kleinen TeamsDeneb, Open Source
Preissteigerung ohne Verhandlungsmacht: glatte Jahresrate statt Sprung an der VertragsgrenzeTail-Risiko, trifft P903rd-Party paid
Gelerntes verfällt nicht mit der Fluktuation10–20 % der Rollout-StundenDeneb, Core
Capacity-Mehrverbrauch wächst nicht mit Bestand und Viewer-Zahl2–5× bei eingetragener CapacityCore + SVG

Vier der sechs wirken zugunsten der Ansätze, die wir selbst vertreten. Das Modell ist also nicht neutral, sondern hat eine bekannte Schlagseite in unsere Richtung. Der vollständige Prüfbericht mit Abbildungsvorschlägen liegt offen im Repository.

Was nicht enthalten ist

  • Power-BI-Grundlizenzen (Pro, PPU, Capacity-Grundpreis) — sie fallen für alle vier Ansätze gleich an.
  • Paginated Reports (RDL) — dort gibt es Power-BI-Custom-Visuals gar nicht, weder gekauft noch Deneb. Ein gedrucktes Berichtsheft entsteht in jedem Ansatz ein zweites Mal.
  • Die Nutzen-Seite — nur als Anforderungs-Score und als „€ je Anforderungspunkt“, nicht als Ertrag.
  • Steuerliche Fragen (z. B. § 50a EStG bei Lizenzen ausländischer Anbieter). Aktivierung und Abschreibung sind als Einordnung enthalten, nicht als Bilanz- oder Steuerberatung.

Und das Wichtigste

Der Kipp-Punkt — die Kernzahl dieses Rechners — hat sich seit v0.13 zweimal um mehr als 30 % verschoben, beide Male durch eine Korrektur am Modell, nicht durch neue Daten. Die Richtung der Aussagen ist robust; die genaue Zahl ist es nicht. Wer sie als Entscheidungsgrenze benutzt, rechnet sie mit den eigenen Zahlen nach, statt sie hier abzuschreiben.

Monte-Carlo-Seite erzeugenSchwankungsbreite wählen, eigene Auswertungsseite in neuem Tab
Ebene 3

Wie sicher ist das Ergebnis? Monte-Carlo-Seite erzeugen

Erzeugt aus euren Eingaben eine eigene Auswertungsseite: Verteilung der Kosten je Viewer, Sicherheit der Rangfolge, hart gegen weich, Erstellung gegen Nutzung, Sensitivität, Paid gegen Open Source und eine Skalen-Simulation bei eurem Verhältnis Ersteller : Viewer. Alles rechnet lokal im Browser, nichts wird übertragen.

Schwankungsbreite um eure Werte±15 %
Jede Größe wird je Szenario per PERT gezogen: wahrscheinlichster Wert = eure Eingabe, Minimum und Maximum = eure Eingabe minus bzw. plus Schwankungsbreite. Ersteller, Viewer, Reports, Charts je Report und Chart-Typen werden auf ganze Zahlen gerundet.
Was schwankt
„Mengengerüst und Annahmen“: alle Dreipunkt-Annahmen aus Schritt 4 werden durch ± Schwankungsbreite um ihren wahrscheinlichen Wert ersetzt. „nur Mengengerüst“: die Annahmen behalten ihre Bandbreiten aus Schritt 4, nur Ersteller, Viewer, Reports, Charts und Chart-Typen schwanken.
Ziehungen
2.000 reichen für stabile Mittelwerte und Ränge, 5.000 für glatte Verteilungen, 10.000 für Anteile unter 1 % und den Vergleich knapper Plätze (einige Sekunden Rechenzeit). Die Skalen-Simulation nutzt je Punkt ein Viertel davon.

Die Seite öffnet sich in einem neuen Tab (Pop-up-Blocker ggf. erlauben). Sie enthält nur die Zahlen dieser Simulation und keine Eingabefelder; zum Weitergeben „Als HTML speichern“. Die Rangfolge dort ist eine reine Kostenrangfolge über alle vier Ansätze: Anforderungen und Red Flags wirken nicht hinein, in Schritt 5 ausgeschlossene Ansätze werden auf der Seite nur markiert.

Quellen, Methodik, Ehrlichkeits-HinweisAnhang
Anhang

Quellen, Annahmen, Methodik

Ehrlichkeits-Hinweis: Für „Stunden je Chart“ existiert in Literatur und Blogs keine belastbare Zahl. Die Voreinstellungen für Aufbau, Wiederverwendung, Setup, Schulung, Wartung, Breaking-Updates und Anwender-Support stammen aus einem simulierten Expertenpanel (20 Rollenprofile von Consultant bis Revision, unabhängig per Sprachmodell geschätzt, Median je Wert; Rohdaten im Repository unter sessions/). Das ist eine strukturierte Meinung, keine Messung, und die wichtigste Stellschraube des Modells. Eigene Erfahrungswerte gehören hier hinein. Zahlen wie „46 % schneller“ oder „10x“ wurden bewusst nicht als Voreinstellung übernommen, weil sie Lesegeschwindigkeit und Bauzeit vermischen; die „46 %“ stammen im Übrigen aus der Studie „More than just a standard“ (blueforte / TU München 2019) zum IBCS-Standard und nicht von einem Visual-Hersteller. Zwei Annahmen stecken bis heute nur im Code und stehen in keiner Annahmen-Tabelle: die Normierungs-Mischung des Chart-Mix (cx0 = 50 / 35 / 15 — die Mischung, für die die Panel-Stunden je Chart gelten) und der Lernkurven-Anker („der Panelwert ist der 10. Chart je Ersteller“). Beide sind spürbar: verschiebt man den Anker von 10 auf 20, steigen die Stunden der Code-Ansätze um rund 18 %; nimmt man statt 50 / 35 / 15 eine Panel-Mischung von 40 / 35 / 25 an, fällt der Komplexitätsfaktor von Core auf 0,78. Preise stammen überwiegend aus Such-Auszügen der Herstellerseiten (Stand 09/2026) und sind vor einer Entscheidung beim Hersteller zu prüfen.
Grenzen des Vergleichs: Paginated Reports (RDL) sind nicht enthalten. Power-BI-Custom-Visuals existieren dort nicht — weder gekaufte noch Deneb noch ein Core-Visual aus dem Bericht. Wer ein Berichtsheft druckt oder pixelgenau verschickt, baut es in RDL ein zweites Mal, und zwar bei allen vier Ansätzen gleichermaßen; der Rechner bildet diesen zweiten Bau in keinem Ansatz ab. Ebenfalls offen ist die Null-Option: eine unabhängige Blindschätzung (09/2026, ohne Kenntnis der hier gesetzten Werte) kam auf 15 · 30 · 50 % Wartungsquote (hier 20 · 30 · 45), 3 · 8 · 15 Minuten Leserzeit je Viewer und Woche (hier 0,5 · 2 · 6) und 40 · 120 · 300 Stunden Rückfragen je 100 Viewer und Jahr (hier 6 · 12 · 20). Alle drei höheren Werte würden die These „ein Standard lohnt sich“ stützen — genau deshalb stehen sie hier als Spannweite und nicht in den Voreinstellungen.