Power-BI-Visual · Schnellstart
P&L Statement byDatenWGBeta
Ein eigenständiges Power-BI-Custom-Visual für die IBCS-inspirierte GuV: Kontenhierarchie aus deiner Dimensionstabelle, Summen- und Formelzeilen, Szenarien AC · PY · PL · FC mit Δ-Balken und Δ%-Pins — in vier Ansichten aus einer Datenbindung: Tabelle, Struktur-Bars, Zeilen-Waterfall und Werttreiberbaum mit Kachel-Zoom. Klick setzt die Power-BI-Selektion (Cross-Filtering und nativer Drillthrough), Perioden werden aus „JJJJ-MM", Datumsspalten oder Monatsnamen gelesen, und die Schrift folgt einem Preset von HD bis UHD.
Beta · Version 0.17.0.0
4 Ansichten
Format-Pane DE · EN
IBCS-inspiriert
📊
Visual herunterladen
Version 0.17.0.0 · .pbiviz · Beta
Direkt aus dem Repository laden und in Power BI Desktop über Visualisierungen → ⋯ → Visual aus einer Datei importieren einbinden.
.pbiviz laden ↓
Im
dist-Ordner liegt immer genau die neueste Version — ändert sich die Versionsnummer, ist der Ordner die verlässliche Quelle.
Beta-Hinweis: Das Visual ist eine Beta (0.x) und nicht im Microsoft AppSource gelistet — also auch nicht von Microsoft zertifiziert.
Funktionsumfang, Feldrollen und Formateinstellungen können sich noch ändern, ebenso das Format des gespeicherten Zustands. Bitte erst in einem Testbericht ausprobieren; Einsatz in Produktionsberichten auf eigene Verantwortung. Feedback und Fehlerberichte sind ausdrücklich erwünscht — über
GitHub-Issues oder an
michael.tenner84@gmail.com.
01Zwei Wege in das Visual
Du musst keine GuV-Struktur modellieren, um loszulegen. Weg 1 bindet nur die Ebenen deiner vorhandenen Hierarchie und die Kennzahlen — zwei Minuten. Weg 2 ergänzt die Felder, die aus der Hierarchie eine echte GuV machen: Zeilentypen, Formelzeilen, Vorzeichen und Kommentare.
Weg 1 · 2 Minuten
Normale Hierarchie
Für jede Dimensions-Hierarchie, die du schon hast — etwa Kategorie → Produktlinie, oder Region → Land → Standort. Keine Zeilentypen, keine Formeln.
Felder zuweisen
- Ebenen-Spalten (L1..Ln)Deine Ebenen in der Reihenfolge, in der du sie hineinziehst — z. B. erst
Kategorie, dann Produktlinie (max. 8).
- Konto-ID (Key)Der eindeutige Schlüssel der Zeile. Ist er gebunden, hängt der Drillthrough daran.
- SortierungGanzzahl-Spalte für die Reihenfolge innerhalb einer Ebene.
- Periode (Monat)Monatsspalte aus der Faktentabelle — sie speist Monatssäulen, Sparklines und YTD.
- AC (Ist)Pflicht-Measure. PY, PL und FC sind optional und schalten Δ-Spalten frei.
- PY · PL · FCVorjahr, Plan und Forecast als Measures — jedes gebundene Szenario erscheint in Legende und Presets.
Was du bekommst: Tabelle mit automatischen Zwischensummen je Ebene, Struktur-Bars, Zeilen-Waterfall — und einen Werttreiberbaum, der ohne Formelzeilen direkt aus der Hierarchie wächst: bei genau einer Wurzel ist sie die Baum-Wurzel, bei mehreren trägt eine virtuelle Gesamt-Wurzel („Gesamt") sie als Kinder. Klick auf eine Karte öffnet den Kachel-Zoom mit Kombi-Chart und Szenario-Grid, der Knopf „↗ Drill" setzt Selektion und öffnet das Kontextmenü in einem Griff.
Weg 2 · volle GuV
P&L mit Formelzeilen
Alle Felder aus Weg 1 — plus die Spalten deiner Kontendimension, die Struktur und Vorzeichen tragen. Erst damit rechnet das Visual Gross profit, EBITDA, Margen und den Ganzjahres-Ausblick.
Zusätzliche Felder
- Zeilentyp
Account · Subtotal · Formula · KPI · Separator. Zwischensummen aus Ebenen entstehen ohnehin synthetisch.
- FormeldefinitionReferenzen auf andere Zeilen per Name, z. B.
[Gross profit]+[Operating expenses] oder [EBITDA]/[Net revenue]; + − × ÷ und Klammern, Formel auf Formel erlaubt.
- Rechenvorzeichen (±1)
1 für Erlöse, -1 für Kosten — das ist das Vorzeichen, mit dem die Zeile in Summen eingeht.
- Anzeige invertieren
true bei Kostenzeilen: sie rechnen negativ, werden aber positiv dargestellt.
- Abweichungsfarbe drehen
true, wo „unter Plan" gut ist — Kosten und Steuern.
- KommentarFreitext je Konto → nummerierter Marker an der Zeile und Fußnote unter der Tabelle.
- FC Gesamtjahr · PL GesamtjahrJahres-Skalare für den FY-Ausblicksblock (schraffierte Δ-Balken).
Was du bekommst: die vollständige GuV mit Ergebniszeilen und Margen, drei Perioden-Blöcken (MTD · YTD · FY-Ausblick), %-vom-Umsatz-Spalte, Kommentar-Fußnoten — und einen Treiberbaum, der aus dem Formel-Graphen wächst (DuPont): Wurzel ist die letzte Formel-/KPI-Zeile, die Kanten tragen die Operatoren ÷ × + −.
Die eine Einstellung, an der die meisten hängen bleiben
Alle Gruppierungsfelder — Ebenen-Spalten, Konto-ID, Sortierung, Zeilentyp, Formeldefinition, Vorzeichen, Periode — müssen im Feldbereich auf
„Nicht zusammenfassen" stehen. Sonst aggregiert Power BI sie und das Visual bekommt leere Werte.
- FY-Measures mit
MAX, nicht SUM: die Jahres-Skalare stehen auf jeder Monatszeile identisch — summiert wären sie um den Faktor der Monatszahl zu groß.
- Ein Berichtsjahr filtern, sonst summieren AC/PY/PL/FC über Jahre hinweg.
02Wie die Kontendimension aussieht
Eine Zeile je GuV-Zeile. Der Ausschnitt zeigt genau die Spalten aus Weg 2 — Ebenen, Sortierung, Zeilentyp, Formel und Vorzeichen.
Ausschnitt aus der Pharma-Demo im Repo. Net revenue und Cost of goods sold sind keine eigenen Zeilen — die Zwischensummen entstehen synthetisch aus den L1-Pfaden, und die Formelzeilen referenzieren sie über ihren Namen.
Demo-Daten zum Mitspielen
Die vollständige Pharma-Demo (fiktive Gruppe, Sternschema L1–L3, Monatsgrain, Werte in mEUR, YTD 2026-01…2026-06) liegt im Repo unter
pnlByDatenWG/demoData/pharma/:
Beide CSVs sind semikolongetrennt (UTF-8). Beziehung:
pharma-dim-konten[AccountID] 1:*
pharma-fact-guv[AccountID]. Measures:
AC = SUM('pharma-fact-guv'[AC]), analog PY und PL;
FC FY = MAX('pharma-fact-guv'[FC_FY]) und
PL FY = MAX('pharma-fact-guv'[PL_FY]). Zum Gegenrechnen: EBITDA YTD AC =
571,2 · PY 499,6 · PL 532,0 mEUR.
03Hierarchie und Perioden — die Regeln
Zwei Dinge, bei denen echte Modelle gerne von der Lehrbuchform abweichen: ungleich tiefe Hierarchien und Perioden-Beschriftungen jenseits von „JJJJ-MM".
Ragged: unterschiedlich tiefe Äste
Das Visual kennt beide üblichen Konventionen und braucht keine Sonderbehandlung im Modell:
- Leere tiefere Ebenen — ist
L3 leer, ist die letzte gefüllte Ebene das Blatt.
- Wiederholtes Level — steht in
L2 derselbe Text wie in L1, endet die Hierarchie dort.
- Zeilen mit gleichem Pfad werden aggregiert; Aggregat-Zeilen (z. B. PY nur auf L1) wirken als Szenario-Fallback.
- Alternativ statt Ebenen-Spalten: Parent-Child über Konto-ID + Parent-Konto-ID — beliebig tief und unbalanciert; Waisen landen sichtbar in „Nicht zugeordnet" statt still zu verschwinden. Sind beide gebunden, gewinnt Parent-Child.
Perioden-Formate
Gelesen werden
JJJJ-MM,
JJJJ-MM-TT, ISO-Zeitstempel,
JJJJ/MM, echte Datumsspalten, deutsche und englische Monatsnamen (lang und kurz, mit und ohne Punkt: „Dez", „Dez.", „Dezember", „Dec", „Mrz", „Sept.") auch kombiniert mit Jahr („Mär 2026"), sowie reine Zahlen 1–12. Was nicht lesbar ist, wird als nicht lesbar gemeldet statt geraten.
- Fiskaljahr? Format-Pane → Spalten → Perioden-Sortierung auf „Datenreihenfolge (Fiskaljahr)" stellen: dann gilt die Reihenfolge des ersten Auftretens im Modell — ideal für Perioden-Labels mit eigener Sortierspalte.
- Automatisch (Standard) sortiert kalendarisch, sobald jedes Label lesbar ist; Kalenderjahr erzwingt Jan..Dez.
04Die vier Ansichten
Eine Datenbindung, vier Blickwinkel — umgeschaltet in der Toolbar über dem Statement, ohne Format-Pane. Alle Toolbar-Zustände sind bookmark-fähig persistiert.
Ansicht 1
Tabelle
Das klassische Statement: Konten und Ergebniszeilen mit Perioden-Blöcken MTD · YTD · FY-Ausblick, Δ-Balken und Δ%-Pins gegen die gewählte Referenz. Die Δ-Skala ist je Spalte über alle Zeilen identisch; Margen-Zeilen rechnen in Prozentpunkten.
Ansicht 2
Struktur-Bars
Dieselben Zeilen, aber mit einem Größenbalken je Zeile — die Struktur des Ergebnisses wird sofort sichtbar, ohne die Zahlen aufzugeben. Gedacht für den Blick „woraus besteht diese GuV eigentlich".
Ansicht 3
Zeilen-Waterfall
Die GuV als Kaskade: Ergebnisanker (Net revenue, Gross profit, EBITDA, EBIT, EBT, Net income) stehen auf der Nulllinie, die Kostenblöcke floaten dazwischen. Der Waterfall nutzt die Wurzelebene der Hierarchie.
Ansicht 4
Werttreiberbaum
Der Ergebnisbaum — aus dem Formel-Graphen (DuPont) oder, wenn keine Formelzeile gebunden ist, aus der reinen Hierarchie. Tidy-Layout mit einer Spalte je Ebene, Operator-Kreisen an den Kanten, Status-Rändern und Kompakt-Karten ab Ebene 4. ⌖ macht jede Karte zur Wurzel, die Breadcrumb führt zurück.
Detail
Kachel-Zoom
Klick auf ein Karten-Diagramm im Baum zoomt den Knoten auf eine ganze Seite: Kombi-Chart mit Monaten und Brücke, Szenario-Grid, „Zahlt ein auf" und „Getrieben von". Der Zoom skaliert sich selbst in den Viewport; „← Zurück zum Baum" führt heraus.
Detail
Selektion & Drillthrough
Linksklick auf eine Wertspalte (oder den Kachel-Kopf) setzt die Power-BI-Selektion der Zeile — inklusive aller Quellzeilen des Kontos; Subtotals selektieren die Blätter darunter, Formelzeilen die Blätter ihrer Operanden. Rechtsklick öffnet das native Kontextmenü mit den Drillthrough-Zielen der Seite. Abschaltbar über Stil → Selektion & Kontextmenü aktiv.
Drillthrough einrichten — drei Schritte
- 1 · Zielseite: neue Seite anlegen (z. B. „Konto-Detail") und unter Visualisierungen → Seite auf Detailsuche filtern genau die Spalte einziehen, die im Visual als Konto-ID (Key) gebunden ist. Ohne gebundene Konto-ID ist es die erste Ebenen-Spalte (
L1).
- 2 · Schaltfläche: auf der Quellseite Einfügen → Schaltflächen → Leer, dann Aktion → Ein, Typ = Detailsuche, Ziel = Konto-Detail.
- 3 · Benutzen: im Visual eine Zeile anklicken — die Schaltfläche wird scharf. Oder direkt rechtsklicken bzw. in der Kachel-Ansicht „↗ Drill" drücken.
05Format-Pane — was sich lohnt
Das meiste stellt die Toolbar im Visual ein (Ansicht · Spalten-Preset · Δ-Referenz · Perioden · Einheit · Dichte · Ebenen · Optionen). Diese Einstellungen im Formatbereich setzen die Standards dafür — und ein paar Dinge, die die Toolbar nicht kann.
- Spalten → Standard-Spalten-Preset — welche Wertspalten beim Öffnen stehen (AC·PY·PL·FC bis ΔPY%·ΔPL%).
- Spalten → Standard-Δ-Referenz — Auto (PL, sonst PY), PY, PL oder FC.
- Spalten → Perioden-Sortierung — Automatisch · Datenreihenfolge (Fiskaljahr) · Kalenderjahr.
- Spalten → %-vom-Umsatz + Umsatz-Basiszeile — leer heißt „Net revenue"; jede andere Zeile geht auch.
- Spalten → Nullzeilen ausblenden und Tabelle auf Breite einpassen.
- Spalten → Wurzelzeile Treiberbaum — ID, Name oder Kategorie; plus Start-Tiefe, Karten-Diagramm (Monate · Δ · Mini-Brücke) und Status-Indikator.
- Zahlen → Skalierung, Einheit, Dezimalstellen — Auto/k/m, Einheitstext, getrennte Dezimalstellen für Werte und Δ%.
- Stil → Abweichungsfarben — Teal-Abweichung (sicher bei Rot-Grün-Sehschwäche, Standard) oder IBCS classic green.
- Stil → Schriftgrößen-Preset — HD · Full HD · UHD, dazu Feinskalierung 80–160 %; gilt für alle Beschriftungen.
- Stil → Kopfbereich fixieren — Kopfzeilen bleiben beim Scrollen stehen.
- Stil → Selektion & Kontextmenü aktiv — Cross-Filtering und Drillthrough an oder aus.
- Titelblock — drei IBCS-Zeilen (Berichtseinheit · Kennzahl + Einheit · Zeitraum + Szenarien) plus optionale Message-Zeile.
- Hierarchie — Standard-Aufklapp-Ebene und Einrückung je Ebene.
- Toolbar — ganz ausblenden oder einzelne Gruppen abschalten; die Einstellungen wirken weiter.