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Self-Service BI
Nach dem Proof of Concept wollten die ersten Fachbereiche die Power-BI-Lösung sofort nutzen, wodurch daraus schnell ein Einführungsszenario wurde. (Stand 2022-06) Das Microsoft-Konzept eines Center of Excellence wurde bei der Rheinland Versicherung über die IT-Abteilung abgebildet. (Stand 2022-06) Das Berechtigungskonzept wurde bereits festgelegt, bevor die ersten Teams überhaupt Zugriff auf die Power-BI-Plattform erhielten. (Stand 2022-06)
Aliase
Self-Service Self Service Selfservice
Kernaussagen
- Dataflows eignen sich weiterhin gut fuer Citizen Developer, weil Fachbereiche dadurch ueber Tabellen, Quellen und Transformationen mit dem Datenteam kommunizieren lernen.
- Weil sich das Tool auf wenige KPIs statt auf ein vollständiges BI-System konzentriert, bleiben die extrahierten Daten schlank, statt große Excel-Dateien mit Makros oder komplexe ETL-Prozesse zu benötigen.
- Im Tool können Teammitglieder Notizen per Sprache oder Text an jeden Wert, jede Dimension oder jeden Tag hängen, die dann in einem gemeinsamen Notes Board zusammengeführt werden.
- Bei einem strikten Layering-Ansatz wird Self-Service-Nutzern meist nur per Shortcut Zugriff auf den Gold-Layer gewaehrt, waehrend Bronze und Silber den Data Engineers vorbehalten bleiben.
- Bei einem Self-Service-Lakehouse-Ansatz werden fertige Daten aus dem Gold-Layer per Shortcut bereitgestellt, damit Fachbereichs-Excel-Mappings nicht mehr zentral in Bronze verwaltet werden muessen.
- Der asynchrone Workflow erlaubt es Kunden, über das Tool zu kommentieren, ohne live in einem Meeting sitzen zu müssen, während die KI im Hintergrund weiter an den Erkenntnissen arbeitet.
- Das Tool senkt die Einstiegshürde zur Datenarbeit so weit, dass keine Vorkenntnisse wie Excel oder Pivot-Tabellen nötig sind.
- Für Einsteiger, die sich mit der Navigation in Berichten schwertun, senkt Copilot die Einstiegshürde deutlich, während es für erfahrene Profis kaum einen Geschwindigkeitsvorteil bringt.
- Layher empfiehlt, Fachbereiche zu befähigen, nicht-kritische Engineering-Daten selbst zu analysieren, weil zentrale IT-Abteilungen solche Anfragen gegenüber dem Kerngeschäft oft niedrig priorisieren.
- Die große strategische Roadmap mit zentralen Programmen sollte top-down gesteuert werden, während Fachbereiche parallel bottom-up eigene BI- und KI-Initiativen vorantreiben dürfen.
- Nach einer weltweiten Freigabe von Power-BI-Lizenzen in einem Konzern entstand zunächst der Eindruck eines Kontrollverlusts durch unkontrolliert erstellte Dashboards.
- Bei großflächig ausgerolltem Self-Service BI ist es nicht mehr Ziel der zentralen Abteilung, einen umfassenden Single Point of Truth zu etablieren, Security bleibt aber weiterhin zentral geregelt.
- Fachbereiche mit Excel-Hintergrund kennen meist nur flache Tabellen und setzen dieses Muster mit moderneren Tools wie Power BI fort.
- Ob Fachbereiche selbst Datenmodelle bauen oder diese Aufgabe delegieren, hängt laut Ulrik stark von der Unternehmenskultur und der technischen Affinität der Beteiligten ab.
- Für Self-Service empfiehlt Oliver ein vorbereitetes Sandkasten-Modell mit fertigen Measures und Dimensionen, das rund 80 bis 90 Prozent der Nutzeranfragen abdeckt.
- Arthur ist der Meinung, dass Power BI mehr Fachanwender zum Self-Service befähigt, weil die Einstiegshürde niedriger ist als bei Qlik, dessen Lernkurve aber schneller abflacht.
- Übernimmt jemand die Ownership für eine Dimension wie Kunden oder Artikel und definiert sie als Datenprodukt, kann diese entsprechend dokumentiert und für andere bereitgestellt werden.
- Die technische Umsetzung einer Datenverantwortung kann etwa an IT oder ein BI-Competence-Center delegiert werden, wichtig ist aber, dass jemand die eigentliche Verantwortung übernimmt.
- Anwender mit wenig DAX-Erfahrung erhalten in einem One-Big-Table-Modell häufiger automatisch die von ihnen erwarteten Ergebnisse als in einem dimensionalen Modell.
- Für Einsteiger wird das One-Big-Table-Modell weniger aus konzeptionellen als aus werkzeugbedingten Gründen empfohlen, weil Power BI dabei mehr Standardverhalten von sich aus liefert.
- Eine selbstgebaute SVG-Grafik lässt sich zwar gut über GitHub ausrollen, ist bei klar benannten Feldern nutzbar, schränkt aber die Self-Service-Tauglichkeit gegenüber Standardvisuals ein.
- Aus Sicht eines der Sprecher sind Datenfunktionen zum Zurückschreiben noch nicht vollständig self-service-tauglich, weil Modell, Datenhaltung und Funktion aktuell nicht an Fachbereiche übergeben werden sollten.
- Beim TDWI-Kongress betreiben Arthur König und Philip zwei Tage lang einen eigenen Self-Service-BI-Track.
- Aus Anwendersicht ist der Power-BI-Teil der Writeback-Lösung self-service-tauglich, weil Business User nur vordefinierte Funktionen auswählen, ohne Modell oder Zielort zu kennen.
- Nach dem Proof of Concept wollten die ersten Fachbereiche die Power-BI-Lösung sofort nutzen, wodurch daraus schnell ein Einführungsszenario wurde.
- Das Microsoft-Konzept eines Center of Excellence wurde bei der Rheinland Versicherung über die IT-Abteilung abgebildet.
- Ein Berechtigungskonzept wurde als Leitplanke entwickelt, um in der stark von Self-Service geprägten Power-BI-Umgebung unkontrollierten Wildwuchs an Berichten zu vermeiden.
- Das Berechtigungskonzept wurde bereits festgelegt, bevor die ersten Teams überhaupt Zugriff auf die Power-BI-Plattform erhielten.
- Unkontrollierter Wildwuchs an selbst erstellten Berichten lässt sich nachträglich kaum noch einfangen.
- Es wird empfohlen, für die Power-BI-Einführung einen externen Partner mit Change-Kompetenz hinzuzuziehen, weil die Selbstservice-Tool-Einführung für viele Nutzer einen Umbruch bedeutet.
- Der Begriff Self-Service Business Intelligence wurde 2011 von TDWI in einem Best-Practice-Report definiert.
- Ein zentraler Auslöser für Self-Service BI war ein IT-Flaschenhals, bei dem Anfragen von Fachbereichs-Kollegen wegen begrenzter IT-Kapazität nicht schnell genug bearbeitet werden konnten.
- Tom Martens definiert Self-Service als: Leute können ihr Problem selbst lösen, ohne dafür die IT zu brauchen.
- Für den Einstieg reicht eine einfache SharePoint-Liste als minimalistischer Datenkatalog völlig aus, anstatt lange über das perfekte Tool zu diskutieren.
- Wartbarkeit ist für Tom Martens keine Kür, sondern eine grundsätzliche Voraussetzung für eine gute Self-Service-Lösung.
- Der Self-Service-BI-Anwender von 2011, der nur Balkendiagramme in Klick-Tools erstellte, unterscheidet sich stark von heutigen Citizen Developern und Citizen Data Scientists.
- Citizen-Development-Lösungen wie ein Formular für Urlaubsanträge bringen häufig UI- und Design-Anforderungen mit sich, für die Fachanwendern die Kompetenz fehlt.
- Zwischen IT und Self-Service besteht laut Tom Martens ein dauerhaftes Spannungsfeld, das er als ITQ bezeichnet.
- Martin sieht keinen Bedarf, dass jeder Fachanwender eigene Fabric-Artefakte erstellen können muss.
- Arturs zentraler Wert ist, Probleme der Endanwender sofort zu lösen; Governance und Konsolidierung kommen für ihn erst danach.
Dokumente
- Realtalk zu Self Service mit Power BI
- 10 Jahre BI für alle? Was Power BI wirklich verändert hat
- Microsoft Power BI Einführung | Florian Wiefel | Hans-Ulrik Harnisch | M365 Summit Mai 2022
- Power BI vs. Qlik
- Daten-WG Life-Update | Fabric Architekturen
- Wie war die Daten-WG? · Im Gespräch mit Artur König
- Objektive Daten gibt es nicht
- Was ist Self-Service und warum ist das so schwer?
- The Power of User Groups
- Datenmodellierung ist Governance
- 10 Jahre Power BI
- Digitalisierung seit 20 Jahren — wann sind wir endlich fertig?
- Starting with Microsft Fabric the Skills you need
- BI Thinkers Talk n.73
- Daten-WG BI Thinkers Talk nr.66
- Microsoft Fabric — Einsteiger-Guide
- BI Thinkers Talk - Data Modeling - Fabric Data Days Edition [EN]
- Power BI von A bis Z — Einsteiger-Guide (End-to-End)
Nachbarthemen
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Hinweise
Kernaussagen und Beziehungen sind maschinell erzeugt und nicht redigiert. Heuristische Kanten zählen Erwähnungen, keine Bedeutung. Bei Widersprüchen gilt das Video.